KWG Senftenberg mbH

Zusammenarbeit der KWG mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

Bürohaus der KWG Hörlitzer Straße 34

Aus der Satzung abgeleitet, liegt das Hauptaugenmerk der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) auf der Bereitstellung von preiswertem und auf die Bedürfnisse der Mieter ausgerichtetem Wohnungsbestand. Ein wesentliches Erfordernis, diesem Anspruch auf Dauer gerecht zu werden, besteht in der Wirtschaftlichkeit und langfristigen Liquidität unseres Unternehmens. Daher planen und führen wir Investitionen in den Wohnungsbestand stets unter Berücksichtigung der aktuellen Marktsituation durch. Um die Belastungen für die Wohnungswirtschaft möglichst gering zu halten und dauerhaft preiswerten Wohnraum zu ermöglichen, bietet die Brandenburger Förderbank ILB unterschiedliche Darlehensprogramme des Landes zu günstigen Konditionen oder Zuschussprogramme an.

Wie viele andere Wohnungsunternehmen machen wir als KWG seit Jahren erfolgreich davon Gebrauch. „Auch auf das Angebot der ILB, die Wohnungswirtschaft in Brandenburg mit eigenen ergänzenden Produkten zu unterstützen, griffen wir gerne zurück“, erklärte Roland Osiander, Geschäftsführer der KWG. „Durch diese Partnerschaft war es der KWG bisher möglich, Investitionen in den Wohnungsbestand im erforderlichen Umfang und zu angemessenen Konditionen durchzuführen. Auf dieser Grundlage ist es uns möglich, unser Leistungsversprechen mit viel Engagement und Zielstrebigkeit zu verwirklichen“, ergänzte Roland Osiander.

Ein wichtiges Thema ist die enorme Belastung der vom demographischen Wandel und dem Schrumpfungsprozess besonders betroffenen Wohnungsunternehmen in unserer Randregion Brandenburgs. Die sehr langfristigen Investitionen in Gebäude müssen mit der Bevölkerungsentwicklung einhergehen und Fehlinvestitionen sind unbedingt zu vermeiden. Der Markt ist dabei ständig zu beobachten und die treffenden Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

Die wirtschaftliche Verletzbarkeit der betroffenen Unternehmen ist daher permanent. Baulichen Veränderungen an den Blöcken, die einer wirtschaftlichen Aufwertung dienen, wird sich die ILB grundsätzlich sicherlich nicht verweigern, wobei die Sinnhaftigkeit und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Kreditnehmer entscheidend sind. Hier ist eine Mitverantwortung der Gläubigerin ILB für das finanzierte Unternehmen gelebte Praxis.

Das wirtschaftliche Handeln der KWG unterliegt dabei den ökonomischen Prinzipien. Zusätzlich fließen die Mieterinteressen, bestehende Stadtumbaupläne sowie kommunale Interessen in die Unternehmensplanung ein. Die Anforderungen der Gläubigerbanken und Marktverhältnisse müssen berücksichtigt werden.

Nicht zustimmen wird ein Kreditgeber grundsätzlich baulichen Eingriffen, die die wirtschaftliche Ertragskraft des Mietshauses oder eine Verwertbarkeit als Darlehenssicherheit - Beleihungswert - negativ beeinflussen. Gleiche Auffassung vertreten die Banken auch in Hinblick auf zusätzliche Installationen von Anlagen oder Vorrichtungen (z. B. Funkmasten oder erneuerbare Energieanlagen), insbesondere, wenn sie von Dritten betrieben und/oder finanziert werden und diese zu einer Beeinträchtigung der zuvor benannten Beleihungskriterien führen.

Wohnungswirtschaft ist vor allem für Jahrzehnte gemauert und nicht nur ein Tagesgeschäft. Eine Investition eher zum beschleunigten Leerzug eines verpfändeten Gebäudes geeignet, findet sicher regelmäßig keine Gläubigerzustimmung. Von besonderer Bedeutung bei akzeptablen nachhaltigen und soliden Investitionen sind z. B. die Anlagentechnik, die Gebäudehülle mit Dämmung, neue sichere und energieeinsparende Fenster sowie Außentüren.

„Der Wohnungsbestand in Senftenberg und Umgebung weist mit 12 % einen relativ hohen Leerstand auf. Von diesem Umstand ist folglich nicht nur die KWG, sondern die gesamte regionale Wohnungswirtschaft betroffen. Dieser Aspekt stellt nicht nur eine städtebauliche Herausforderung dar, er wird auch zunehmend an Einfluss auf die Wohnqualität gewinnen. Vor allem aber bedeutet der Wohnungsleerstand eine Gefahr für die Wirtschaftlichkeit von Wohnungsunternehmen. Für die KWG ist das Grund genug, sich künftig noch intensiver mit den Planungen für einen angemessenen Rückbau und die Stilllegung von Wohnungen zu beschäftigen. Dies ist umso wichtiger, da die vorliegenden Prognosen ansonsten einen weiteren Anstieg des Wohnungsleerstandes erwarten lassen“, erklärte Roland Osiander und führt dazu weiter aus: „In dem gleichen Maße, wie wir uns diesen Herausforderungen stellen, werden wir die verbleibenden Wohnungen stetig in ihrer Qualität und in ihrer Vielfalt an die Bedürfnisse unserer Mieter anpassen. Unser oberstes Ziel ist es, dabei in Abstimmung mit allen kommunalen Akteuren vorzugehen und frühzeitig die ILB als Finanzierungspartner, vorrangig zur Umsetzung generationengerechter Wohnformen, zu gewinnen. Nur auf dieser Grundlage können wir den hohen Ansprüchen an Mieterfreundlichkeit und Nachhaltigkeit im Wohnungsbestand in den nächsten Jahren am besten gerecht werden.“

Für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mieter bietet die KWG folgende Produkte an:

 •   Standardwohnungen (Platte, Block, Ziegel; 2 - 5 Etagen),

•   Wohnungen gehobenen Standards (kleinteilige, sanierte Objekte),

•   Wohnungen für den „kleinen Geldbeutel“ (teil-/unsanierte Objekte; 4. / 5. Etage),

•   altersgerechte Wohnungen,

•   altersfreundliche Wohnungen (Objekte mit Aufzug, Wohnungen in der 1. Etage),

•   möblierte Wohnungen,

•   Wohnungen für Studenten / Azubis,

•   Gewerberäume und

•   Stellplätze, Garagen, Gärten.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vorbereitung und Schaffung von altersfreundlichem Wohnraum, da der Bedarf in den kommenden Jahren weiter anwachsen wird. Bestehende Wohnungen werden da wo möglich und refinanzierbar an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst, vollständig hergerichtet, Haltegriffe eingebaut, geeignete Sanitärausstattungen installiert, bei Bedarf von Wanne auf Dusche umgerüstet, Grundrisse verändert, Barrierefreiheit geschaffen und Aufzugsanlagen nachgerüstet.

Das Wohnungsangebot ist durch Unterschiede bei der Wohnungsausstattung, dem Wohnumfeld und auch beim Mietniveau zu differenzieren. Angesichts der starken Monostruktur des Wohnungsbestandes werden Grundrissänderungen zur Diversifizierung des Angebotes vorgenommen. Wohnungen werden verstärkt entsprechend den individuellen Wünschen potenzieller Mieter angeboten.