KWG Senftenberg mbH

Arbeitstreffen zwischen WAL-Betrieb und KWG

Der Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) Roland Osiander traf sich im Rahmen eines Arbeitsgespräches mit dem zweiten neuen Geschäftsführer der Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH (WAL-Betrieb), Stefan Voß.

Foto KWG: von links Roland Osiander, Geschäftsführer KWG; Stefan Voß, Geschäftsführer WAL-Betrieb

Die Firmenleiter tauschten sich über die neuen Zahlen der Einwohnerentwicklung im Landkreis OSL und die Prognose bis 2030, die Bestandsentwicklung, notwendige Investitionen und Perspektiven im Stadtumbau sowie die Auswirkungen auf den vorhandenen Bestand der Trink- und Abwasserleitungen aus.

Ein weiteres wichtiges Thema, das in dem Gespräch aufgegriffen wurden, war der notwendige Abriss von bisher 3.864 Wohnungen im KWG-Bestand. Trotz Rückbau beträgt der Leerstand aktuell rund 12 % und verursachte damit der KWG erhebliche zusätzliche Kosten und Aufwendungen. Der weiterhin notwendig erscheinende Abriss führt insbesondere im Abwasserkanalnetz zu Mehraufwendungen. Mit den längeren Verweilzeiten des Abwassers steigen die Geruchsbildung und Korrosion im Leitungsnetz; zusätzliche Spülungen sind notwendig.

Die KWG nutzt die technische Kompetenz des Geschäftspartners seit der Übernahme der Betriebsführung vor 10 Jahren auch für die Beseitigung von Störungen an abwassertechnischen Leitungssystemen im eigenen Objektbestand. Ein entsprechender Rahmenvertrag einschließlich 24-Stunden-Notdienst, besteht seit Anfang des Jahres.

Daneben sorgen die Betriebskosten für Gesprächsstoff. Die Trink- und Abwassergebühren haben sich erfreulicherweise seit dem Jahr 2000 nicht mehr erhöht, dies ist einmalig in Brandenburg. Die durchgängige Gewährleistung der Versorgungssicherheit unter Aufrechterhaltung der hohen Qualitätsanforderungen verbunden mit einer effizienten Betriebsführung ist erklärtes Ziel des Wasserdienstleisters.

Die von der KWG im Wesentlichen nicht beeinflussbaren Betriebskosten in ihrem Bestand und deren künftige Entwicklung beeinträchtigen das Wirtschaften und damit auch den Ertrag des Unternehmens maßgeblich. Die KWG unternimmt alles, was wirtschaftlich sinnvoll und möglich ist, bis hin zu notwendigen Investitionen, um den Anteil der kalten und warmen Betriebskosten sowie weiteren Nebenkosten in ihrem Bestand so gering wie möglich bzw. in Grenzen zu halten. Doch ist hierbei die Fremdbestimmung und damit die nicht Beeinflussbarkeit durch den Vermieter extrem hoch.  

Insgesamt flossen 2015 ca. 12,3 Mio. Euro umlegbare und nicht umlegbare Betriebskosten von der KWG und ihren Mietern an verschiedene Unternehmen, Verbände, Lieferanten und Kommunen vor Ort. Davon entfallen 4,5 Mio. Euro auf Heizung inklusive Warmwasser verschiedener Wärmeanbieter, 2,9 Mio. Euro auf Wasser und Abwasser, 0,9 Mio. Euro auf Müllabfuhr und 0,5 Mio. Euro auf Grundsteuer um einige wesentliche Positionen zu nennen.

Ein intensiver Gedankenaustausch erfolgte im Bereich der weiteren Zusammenarbeit bis hin zur weiteren erfolgreichen Kooperation bei Ausbildungsveranstaltungen.