KWG Senftenberg mbH

Nachnutzung von Abrissflächen der KWG im Rahmen des Stadtumbaus

Vielfältiges Immobilienangebot ist gefragt und hält die Stadt lebendig.

Foto KWG: Entwicklungsfläche in Senftenberg Usedomer Straße

Die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) hat seit 2002 in Senftenberg insgesamt 2.216 Wohnungen im Rahmen des Stadtumbaus vom Markt genommen. Durch den Rückbau der 48 Mehrfamilienhäuser entstanden Brachflächen, von denen derzeitig ca. 40.000 m² in Senftenberg bewirtschaftet werden. Im Gegenzug investierten wir seit dem Jahr 2000 rund 140 Mio. Euro in unsere Bestandsgebäude in Senftenberg.

Die Nachfrage nach Bauflächen ist ungebrochen hoch. Die KWG und die Kommunen haben deshalb regelmäßig größtes Interesse an vielfältigen Angeboten für die breiten Bevölkerungsschichten und der Befriedigung unterschiedlicher Interessenlagen bei Grundstücken.

In der Vergangenheit entstanden vermehrt Eigenheimstandorte auf den Rückbauflächen, so z. B. acht Eigenheime in der Robert-Harnau-Straße, acht in der Radojewskistraße, zwei in der Friedenstraße, vier in der Hörlitzer Straße, zwei in der Großenhainer Straße und vier in der Karl-Ziehm-Straße. Auch im Ortsteil Brieske sind auf einer Rückbaufläche von rund 6.000 m² fünf schmucke Einfamilienhäuser errichtet worden.

Auf einem weiteren zusammenhängenden Freiraum im Bereich der Ernst-Thälmann-Straße, Erich-Weinert-Straße und Bertolt-Brecht-Straße zieren auf einer rund 19.500 m² großen Grundstücksfläche 20 attraktive Eigenheime das Quartier.

Aber nicht nur Einfamilienhäuser sind bereits auf den Rückbauflächen erwachsen, sondern auch Einrichtungen zur Pflege und Betreuung von Senioren, wie beispielsweise die in der Seeadler-, Hanseaten- und Kranichstraße.

Aktuell und unübersehbar ist die in bester Lage in der Innenstadt, speziell in der Bergbaustraße/Adolf-Hennecke-Straße, gelegene ehemalige Hochhaus-Fläche mit rund 12.000 m², die im Auftrag der KWG erschlossen wurde. Hieraus entstanden zwölf Bauparzellen, die an private Investoren verkauft wurden, auf denen bereits mehrgeschossige moderne Stadthäuser auch mit Aufzügen errichtet worden sind und in nächster Zeit weiterer zeitgemäßer Wohnraum mit gewerblichem Nutzungsanteil noch entstehen wird.

Die Vermarktung von Rückbauflächen ist ein vorrangiges Ziel bei der Kostenminimierung, leistet einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung und für die Liquidität. Bis 2030 und darüber hinaus lassen sich aus den Abrissmaßnahmen immer wieder notwendige Bauflächen für Neubebauungen generieren.

Insgesamt ergeben sich aktuell für Senftenberg fünf Flächen, für die perspektivisch eine bauliche Nachnutzung angestrebt wird. Die folgenden Brachen werden infolge der guten Nachfragesituation für eine Umsetzung in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Stadt Senftenberg vorbereitet:

  • Usedomer Straße - Ziel: Errichtung moderner ein- bis mehrgeschossiger Stadtbauten über Investorenmodell
  • Neumarktriegel - Ziel: Neubau einer Seniorenanlage
  • Wilhelm-Pieck-/Bernhard Kellermann-Straße - Ziel: Mehrgenerationsprojekt - Erstellung von bis zu 60 seniorenfreundlichen Wohnungen, einer Tagespflege, einer Sozialstation sowie eines Treffpunkts für die Mieter sowohl der Wohnanlage als auch des umliegenden Quartiers
  • Wilhelm-Pieck-Straße/Otto-Nuschke-Straße
  • Albert-Schweitzer-Straße

Die KWG hat seit 2002 auch in Großräschen 1.553 Wohnungen bzw. 46 Gebäude, in Schipkau 441 Wohnungen bzw. 12 Gebäude und in Ortrand 64 Wohnungen bzw. 2 Gebäude im Rahmen des Stadtumbaus vom Markt genommen. Durch den Rückbau der Mehrfamilienhäuser entstanden Brachflächen, von denen in Großräschen rund 53.000 m², in Schipkau rund 20.000 m² und in Ortrand rund 5.000 m² bewirtschaftet werden. Im Gegenzug investierte die Wohnungsgesellschaft seit dem Jahr 2000 in Großräschen rund 47 Mio. Euro, in Schipkau rund 11 Mio. Euro und in Ortrand rund 7 Mio. Euro in ihre Bestandsgebäude.

Mit Unterstützung der Stadt Großräschen wurde eine großflächige Brache von rund 22.000 m² nachentwickelt. Wo früher Wohnblöcke in der Chransdorfer Straße/Am Hugoschacht/Reuter Eck/Am Sportplatz/Wilhelm-Pieck-Straße standen, zieren heute Eigenheime und ein Seniorenpark des DRK die Nordstadt.

Ein wichtiger Aspekt im Stadtumbau ist auch eine generationsgerechte Anpassung des Wohnungsbestandes und die Verbesserung des Wohnumfeldes. Im Zusammenspiel zwischen KWG und der Stadt Großräschen wurde auf einer rund 7.300 m² Abrissfläche in der Rosa-Luxemburg-Straße ein Spielpark für Kinder errichtet. Zur Schaffung von Ausgleichsflächen dient jetzt eine rund 10.500 m² große Grünfläche in der Wilhelm-Pieck-Straße/Dimitroffweg zur Beförderung gut nachbarlicher Aktivitäten. Dort entstand ein Spielepfad, wo junge Eltern mit ihren Sprösslingen Obstbäume gepflanzt und gleichzeitig „Baumpatenschaften“ übernommen haben.

Auch in den ländlichen Ortsteilen in Saalhausen und in Wormlage konnten sich Bauwillige ihren Traum vom Eigenheim auf einstigen Rückbauflächen erfüllen.

Die Großgemeinde Schipkau machte Bauherren froh, indem die Gemeinde rund 7.600 m² Rückbaufläche „Am Kurzen Weg“ einst von der KWG erworben und daraus fünf Eigenheim-Baustellen erschlossen hat. Heute ist an dem Standort eine kleine Eigenheimsiedlung hervorgegangen. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schipkau entsteht auf dem Brachland von rund 5.000 m² in der Leninstraße weiterer Neubau mit barrierefreiem Wohnraum. Aufgrund der wiederkehrenden Nachfrage von Pflegebedürftigen und deren Angehöriger haben sich die Gemeinde Schipkau und die KWG mit dem angehenden Erwerber der unbebauten Liegenschaft in der Rosa-Luxemburg-Straße darüber verständigt, dort den Bau einer Pflegeeinrichtung zuzulassen.

Der flächenhafte Rückbau von Wohnraum hat auch in der Stadt Ortrand, an der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen liegend, nicht haltgemacht. In Ortrand sind zwei Wohnblöcke in der Ponickauer Straße rückgebaut worden, woraus eine Freifläche von rund 5.000 m² entstanden ist. Greifbare Nachnutzungsmöglichkeiten für diesen Entwicklungsstandort, wie z. B. die Errichtung einer seniorenfreundlichen Wohnanlage oder eine kleinteilige Bebauung sind gegenwärtig offen.

Mit dem Verkauf all dieser Flächen hat die KWG einen wesentlichen Beitrag zur Stadtentwicklung in den Städten und Gemeinden der Region erbracht.