WAL-Chef auf Abschiedsbesuch beim KWG-Geschäftsführer

Der Wasserverband Lausitz (WAL) verabschiedet sich vom Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG), Roland Osiander, weil dieser zum 31.03.2022 altersbedingt nach rund 22 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Roland Socher, seit 2001 Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Lausitz (WAL), bedankt sich für die vielen Jahre der guten Zusammenarbeit: „Nach den turbulenten und konfliktbeladenen 1990er Jahren haben sich mit den personellen Wechseln in den Führungspositionen unserer beiden kommunalen Unternehmen vor über 20 Jahren die geschäftlichen Beziehungen zu einer stabilen und erfolgreichen Partnerschaft entwickelt. Schließlich sitzen wir gewissermaßen im selben Boot und mussten uns den Problemen unserer Heimatregion, insbesondere dem dramatischen Einwohnerrückgang, gemeinsam stellen.

Auf der einen Seite Wohnungsleerstand und schließlich Abriss („Stadtumbau” klingt schöner und ist inzwischen auch schön), auf der anderen Seite schwerwiegender Verbrauchsrückgang und damit notwendiger Anpassungs- und Erneuerungsbedarf bei unseren Trinkwasserleitungen, den Schmutzwasserkanälen und den weiteren technischen Einrichtungen.

Damit diese Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden konnten, war eine enge Abstimmung untereinander eine sehr wichtige Voraussetzung. Dabei ist es von erheblichem Vorteil, wenn die handelnden Personen „miteinander können”. Belastet waren die Beziehungen zwischen KWG und WAL seinerzeit insbesondere durch die Erhebung von Grundgebühren für die vielen leerstehenden Wohnungen. Hier haben wir sehr schnell eine für beide Seiten tragfähige Lösung gefunden.

Wir sind sehr froh, mit der KWG einen stabilen und wirtschaftlich gesunden Partner an unserer Seite zu wissen. Mit über 7.000 Wohnungen ist die KWG mit Abstand unser größter Kunde aus dem Bereich der Wohnungswirtschaft.“

Roland Osiander, Geschäftsführer der KWG: „Herr Dr. Socher beschreibt die Vergangenheit und Gegenwart absolut treffend, dem ist wenig hinzuzufügen. Wir hatten und haben mit den Themen „Infrastrukturwandel“ und „Stadtumbau“ eine große Gemeinsamkeit, denn diese beeinflussen die Arbeit ganz erheblich. Die beiden kommunalen Unternehmen sind vom anhaltenden Bevölkerungsrückgang wirtschaftlich massiv betroffen. Insofern war und ist eine enge Abstimmung bis hin zur Investitionstätigkeit der Unternehmen von größter Bedeutung. Eine Erfolgsgeschichte!

Auch in diesem Jahr wenden wir rund 14,2 Mio. € für den Erhalt des Bestandes und den Stadtumbau an unseren verschiedenen Standorten auf. So tragen wir dazu bei, dass günstige Wohnungen und auch Arbeitsplätze in der Region nachhaltig gesichert werden.“