KWG Senftenberg mbH

KWG und Stadtwerke Senftenberg sind erfolgreiche Kooperationspartner bei der Steigerung der Effizienz der Fernwärmeversorgung in Senftenberg – Solarthermieanlage der Stadtwerke in Betrieb genommen

Foto Steffen Rasche: Ansicht der Anlage

Die großen Energieeinsparziele der Bundes- und Landesregierung auf die Region und das Machbare herunterzubrechen ist ein Ziel der Kooperation der beiden kommunalen Partner vor Ort. Dabei muss allen Beteiligten und Akteuren klar sein, dass an der Messlatte marktgerechter Preise und Konditionen kein Weg vorbeiführt, denn unsere soziale Marktwirtschaft gibt den Leitfaden und die rechtlichen Grundlagen unmissverständlich vor. Sowohl das Miet- als auch das Energierecht sind hier nicht beliebig, sondern eindeutig.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Senftenberg GmbH, Detlef Moschke, erklärt dazu: „Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Solarthermieanlage der Stadtwerke auf der Fläche der rekultivierten Deponie Laugkfeld der Stadt wurde ein weiterer Baustein zur effizienten Fernwärmeversorgung umgesetzt. Eine Optimierung insbesondere zur Deckung des Warmwasserbedarfes aus dem Fernwärmenetz für die Mieter in den Sommermonaten konnte auf den Weg gebracht werden. Dabei stand nicht die Jagd nach Rekorden zur Errichtung der größten Anlage im Vordergrund, sondern solide technische und betriebswirtschaftliche Berechnungen, welche marktgerechte Erzeugerpreise gewährleisten. Nicht zuletzt geht diese Entwicklung konform mit den Maßgaben und Zielen des Energiekonzeptes der Stadt Senftenberg als ein wichtiger Schritt für den Erhalt und den Ausbau einer effektiven und CO2-armen Fernwärmeversorgung.“

Mit der Entwicklung und der erfolgreichen Markteinführung von Hochleistungsvakuum-Röhrenkollektoren eröffneten sich neue Möglichkeiten, größere Anlagen mit höherem Temperaturgewinn direkt als Erzeuger in Nah- oder Fernwärmenetze einzubinden. Diesen innovativen und technisch anspruchsvollen Weg gingen die Stadtwerke Senftenberg nun mit der Errichtung einer Großflächensolarthermieanlage am Stadtrand von Senftenberg. Auf einer Fläche von ca. 2,2 ha wurden in Rekordbauzeit von nur 6 Monaten 1.680 Vakuum-Röhrenkollektoren auf Rahmen und Unterkonstruktionen montiert sowie ein Funktionsgebäude als zentrale Wärmeübergabestation (WÜST) errichtet. Mit einer Bruttokollektorfläche von gesamt 8.300 m² ist die Anlage für einen System-Jahresnutzungsertrag von rund 4 GWh projektiert. Damit ist die Wärmeerzeugung so ausgelegt, dass für Senftenberg insbesondere die Sommergrundlast im Fernwärmenetz abgedeckt werden kann.

Roland Osiander, Geschäftsführer der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG), konnte sich am 23. September bei der Inbetriebnahme der Solarthermieanlage selbst vor Ort einen Eindruck machen und sagt dazu: „Dies bedeutet einen weiteren beachtlichen Schritt der Stadtwerke für eine solide und kostenverträgliche Wärmeversorgung in der Stadt Senftenberg. Die Stadtwerke und die KWG stellen sich aus Verantwortung für die Umwelt und Bürger seit Jahrzehnten den Anforderungen der Zukunft und schenken dem Thema „Neue Energien und Energieeinsparung“ nicht erst seit der eingeleiteten Energiewende Aufmerksamkeit. Vor dem Hintergrund der notwendigen Energieeinsparung und CO2-Minderung ist es unumgänglich, dieses Potenzial für Einsparungen zum Nutzen aller Beteiligten zu erschließen. Die erforderlichen, aber immer auch im bezahlbaren Rahmen für unsere Mieter umzusetzenden Investitionen machen sich angesichts steigender Energiekosten mehr oder weniger schnell bezahlt.

Als verantwortungsbewusster Vermieter verfolgen wir bei den notwendigen Investitionen immer auch das Ziel die Nebenkosten der Mieter zu senken bzw. mindestens konstant zu halten. Die vernünftigen und ausgewogenen Sanierungsmaßnahmen und der Rückbau führten und führen zu massiven Einsparungen beim Heizenergieverbrauch im Bestand der KWG. Seit Beginn der Aufzeichnung vor 20 Jahren wird aktuell 1/3 des Verbrauchs angepeilt. Durch weitere energetische Sanierungen werden die Mieter zusätzlich entlastet. Der Energieverbrauch am Standort Senftenberg stellt ein sehr solides und positives Beispiel für die umweltfreundlichen und energiesparenden Investitionen dar.“