KWG Senftenberg mbH

Jahresabschluss mit Rückblick auf das Geschäftsjahr 2015 der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg – Vorschau mit Wirtschaftsprüfern und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat zog am 25. Mai 2016 in seiner Sitzung zum Jahresabschlussbericht 2015 mit den Wirtschaftsprüfern eine positive Bilanz zur Situation der Unternehmen KWG und BMA. Das 2004 von der KWG ausgearbeitete und von den Wirtschaftsprüfern testierte Strategiekonzept nach § 6 a Altschuldenhilfegesetz wurde über die vielen Jahre erfolgreich umgesetzt. Die Umsetzung setzt auf Vermietung der sanierten „Platte“ in guten Lagen, welche auf einer soliden und mit den beteiligten Kommunen abgestimmten Stadtentwicklung beruht.

Bürohaus der KWG Hörlitzer Straße 34

Die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) richtet ihre regional begrenzten Aktivitäten ausschließlich an ihren satzungsmäßigen Geschäftsfeldern aus. Die bereits umfangreich vorhandenen Bestände mit einfacher bis guter Ausstattung sichern ein angemessenes Wohnraumangebot für breite Schichten der Bevölkerung, so auch für einkommensschwache Bürger. Neben der Ausstattung von Wohnungen und insbesondere energetischen Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden wird Wert auf ein gepflegtes Umfeld mit entsprechender Gestaltung gelegt. Dies ist natürlich in erster Linie für die Mieter gedacht, prägt aber gleichzeitig das jeweilige Stadtbild. Die KWG leistet durch zielgerichtete Modernisierung und Instandhaltung der Häuser und Wohnungen im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten Dienstleistungen rund um die Immobilie.

Die Umsetzung setzt auf Vermietung der sanierten „Platte“ in guten Lagen, welche auf einer soliden und mit den beteiligten Kommunen abgestimmten Stadtentwicklung beruht.

Die KWG und weitere Beteiligte stehen im Rahmen des Stadtumbaus und Rückbaus immer noch vor großen Aufgaben und Herausforderungen, um die unumkehrbare demographische Entwicklung in unserer Region zu meistern. Das Unternehmen arbeitet seit Jahren hart daran, die Leistungsfähigkeiten und Effizienz innerbetrieblicher Abläufe weiter zu optimieren. Nur durch solides Wirtschaften konnte die KWG in den vergangenen Jahren erhebliche Einsparungen erzielen und die wichtigen Ressourcen für die notwendigen Instandhaltungen und Modernisierungen schaffen.

Die Menschen in Senftenberg, Großräschen, Schipkau, Ortrand und Umgebung werden weniger. Das schlägt sich natürlich auch auf die Mieteinnahmen der KWG nieder. Bei den noch verbliebenen rund 7.900 Wohnungen und Gewerbeeinheiten ist der Rückgang von ehemals 12.000 deutlich. Etwa 12 % Leerstand aktuell beeinträchtigen das Wirtschaften erheblich, trotz Abriss und Rückbau.

Der demografische Wandel prägt den Landkreis OSL. Die wirtschaftlichen Ballungszentren Berlin und Dresden haben nur eine sehr begrenzte Ausstrahlung bis in unsere Region. 

Mit 13,3 % an altersgerechten und altersfreundlichen Wohnungen liegt der KWG-Anteil über dem veröffentlichten Vergleichswert des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) von etwa 7 bis 8 % für den Brandenburger Wohnungsmarkt.

Im Jahr 2000 waren von unseren 11.759 Wohnungen in allen Kommunen 789 besonders für Ältere und Behinderte geeignet. Am 31.12.2015 sind es 1.031 von den verbliebenen 7.755 Wohnungen, von denen zusätzlich 1.610 im Erdgeschoss liegen und damit im erweiterten Sinn altersfreundlich sind.

2015 standen dem Wohnungsunternehmen rund 11 Millionen Euro für Instandhaltung und Modernisierung der Wohnungen sowie den Stadtumbau zur Verfügung. Der Schwerpunkt der Modernisierungs- und Sanierungstätigkeit lag in der bedarfsgerechten Sanierung der Mietwohnungsbestände und Schaffung von individuellen Wohnungsangeboten. Im Berichtsjahr wurden 2 Blöcke bzw. 66 Wohnungen abgerissen.

Es gelang, Wohnungen an guten Standorten, wie von den Mietern gewünscht und teilweise vorgegeben, zu sanieren und weiterhin zu vermieten. Teilweise wurden Grundrisse verändert, größtenteils die Fenster und Wohnungstüren gewechselt sowie die Fassaden und Treppenhäuser gestrichen. Es wurden umfangreiche Arbeiten bei der gesetzlich vorgeschriebenen Wärmedämmung ausgeführt. Die Kosten für die Sanierungen blieben dabei auf einem vernünftigen Maß.

Eine ausgewogene Entwicklung setzt einen berechenbaren wirtschaftlichen Entwicklungsrahmen voraus. Dabei spielt eine verlässliche Energiepolitik für unsere Region eine maßgebliche Rolle.

Mitarbeiter und Geschäftsführung arbeiten konsequent an der weiteren Umsetzung des Unternehmenskonzeptes zur Stabilisierung des Unternehmens. Alle Maßnahmen zusammengenommen bilden Voraussetzungen für die langfristige Strategie des Unternehmens.

Von entscheidender Bedeutung ist nach wie vor die Anpassung des Unternehmens an sich ändernde Rahmenbedingungen, ohne dabei auf Kontinuität zu verzichten. Die Verlässlichkeit gegenüber dem Mieter ist dabei ein wichtiges Kriterium.

Unter dem Motto „Kommunikation und Nachbarschaft“ bringt sich die KWG auch in Zukunft aktiv in das gesellschaftliche Leben ein. Partnerschaften mit vielen sozialen und ökologischen Projekten und Trägern werden seit Jahrzehnten gepflegt und ausgebaut.

Ausgehend von den bisher erzielten Energieeinsparungen der sanierten Gebäude, der geplanten Rückbauten und der Sanierungsvorhaben bis zum Jahr 2030 wird folgender Fernwärme-Energieverbrauch prognostiziert (Referenzjahr 2010).

Die Kosten und der Investitionsbedarf bleiben in der Wohnungswirtschaft weiterhin hoch. Zudem erwarten die Gesellschafter ausgeglichene Ergebnisse, die Mieter faire Preise, die vielen Auftragnehmer in der Region solide Zahlungsverhältnisse, die Mitarbeiter sichere Arbeitsplätze und die Nachwuchskräfte eine gute Ausbildung für die Zukunft. Nur mit Kraftanstrengungen wird es auch in Zukunft gelingen, die vielschichtigen Erwartungen der vielen Unternehmenspartner unter den demografischen und wirtschaftlichen Bedingungen zu erfüllen.