KWG Senftenberg mbH

Jahresabschluss der KWG – Rückblick und Vorschau mit Wirtschaftsprüfern und Aufsichtsrat

Die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) richtet ihre regional begrenzten Aktivitäten ausschließlich an ihren satzungsmäßigen Geschäftsfeldern aus. Die bereits umfangreich vorhandenen Bestände mit einfacher bis guter Ausstattung sichern ein angemessenes Wohnraumangebot für breite Schichten der Bevölkerung, so auch für einkommensschwache Bürger. Neben der Ausstattung von Wohnungen und insbesondere energetischen Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden wird Wert auf ein gepflegtes Umfeld mit entsprechender Gestaltung gelegt. Dies ist natürlich in erster Linie für die Mieter gedacht, prägt aber gleichzeitig das jeweilige Stadtbild. Die KWG leistet durch zielgerichtete Modernisierung und Instandhaltung der Häuser und Wohnungen im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten Dienstleistungen rund um die Immobilie.

Bürohaus der KWG Hörlitzer Straße 34

Der Aufsichtsrat zog am 23. Mai 2018 in seiner Sitzung zum Jahresabschlussbericht 2017 mit den Wirtschaftsprüfern eine positive Bilanz zur Situation der Unternehmen KWG und BMA. Das 2004 von der KWG ausgearbeitete und von den Wirtschaftsprüfern kontrollierte Strategiekonzept wurde über die vielen Jahre sehr erfolgreich umgesetzt. Die Umsetzung setzt auf Vermietung der vorhandenen und sanierten „Platte“ in guten Lagen, welche auf einer soliden und mit den beteiligten Kommunen abgestimmten Stadtentwicklung beruht.

Die KWG und weitere Beteiligte stehen im Rahmen des Stadtumbaus und Rückbaus weiterhin vor großen Aufgaben um die Herausforderungen in unserer Region zu meistern. Das Unternehmen arbeitet hart daran, die Leistungsfähigkeiten und Effizienz innerbetrieblicher Abläufe zu optimieren. Nur durch solides Wirtschaften konnte die KWG in den vergangenen Jahren erhebliche Einsparungen erzielen und die wichtigen Ressourcen für die notwendigen Instandhaltungen und Modernisierungen schaffen.

Die KWG überzeugt mit einer eindrucksvollen wirtschaftlichen Entwicklung. Auch 2017 war das Unternehmen trotz des schwachen Mietermarktes erfolgreich. Als aktiver Investor beeinflusst die Wohnungsgesellschaft die wirtschaftliche Situation in der Region maßgeblich positiv mit.

Die Mieterzahlen in Senftenberg, Großräschen, Schwarzheide, Schipkau, Ortrand und Umgebung werden voraussichtlich nicht steigen. Das schlägt sich natürlich auch auf die Mieteinnahmen der KWG nieder. Bei den noch verbliebenen rund 7.600 Wohnungen und Gewerbeeinheiten ist der Rückgang der Nachfrage von ehemals 12.000 deutlich. Etwa 10,9 % Leerstand aktuell beeinträchtigen das Wirtschaften erheblich, trotz laufendem Abriss und Rückbau.

Mit 14,6 % an altersgerechten und altersfreundlichen Wohnungen und der Tendenz 20 % bis 2030 liegt der KWG-Anteil über dem veröffentlichten Vergleichswert des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) von etwa 12,2 % für den Brandenburger Wohnungsmarkt (Stand 2016).

2000 waren von 11.759 Wohnungen 789 besonders für Ältere und Behinderte geeignet, am 31. Dezember 2017 sind es 1.082 von den verbliebenen 7.424 Wohnungen. Zusätzlich liegen 1.533 WE im Erdgeschoss und sind damit im erweiterten Sinn altersfreundlich.

2017 hat die KWG 11,6 Millionen Euro für die Instandhaltung und Modernisierung der Wohnungen sowie den Stadtumbau ausgegeben. Seit 2000 wurden insgesamt 185 Mio. Euro investiert. Der Schwerpunkt der Modernisierungs- und Sanierungstätigkeit lag in der bedarfsgerechten Sanierung der Mietwohnungsbestände und Schaffung von individuellen Wohnungsangeboten. Im Berichtsjahr wurden zwei Blöcke mit insgesamt 92 Wohnungen abgerissen.

Es gelang, Wohnungen an guten Standorten, wie von den Mietern gewünscht, zu sanieren und weiterhin zu vermieten. Teilweise wurden Grundrisse verändert, größtenteils die Fenster und Wohnungstüren gewechselt sowie die Fassaden und Treppenhäuser gestrichen. Es wurden umfangreiche Arbeiten bei der gesetzlich vorgeschriebenen Wärmedämmung ausgeführt. Die Kosten für die Sanierungen blieben dabei auf einem vernünftigen Maß um die Mieten stabil zu halten.

Mitarbeiter und Geschäftsführung arbeiten konsequent an der weiteren Umsetzung des Unternehmenskonzeptes zur Stabilisierung des Unternehmens. Alle Maßnahmen zusammengenommen bilden Voraussetzungen für die langfristige Strategie des Unternehmens.

Eine ausgewogene Entwicklung setzt einen berechenbaren wirtschaftlichen Entwicklungsrahmen voraus. Dabei spielt eine verlässliche Energiepolitik für unsere Region eine maßgebliche Rolle.

Unter dem Motto „Kommunikation und Nachbarschaft“ bringt sich die KWG auch in Zukunft aktiv in das gesellschaftliche Leben ein. Partnerschaften mit vielen sozialen und ökologischen Projekten und Trägern werden seit Jahrzehnten gepflegt und ausgebaut.

Von entscheidender Bedeutung ist nach wie vor die Anpassung des Unternehmens an sich ändernde Rahmenbedingungen, ohne dabei auf Kontinuität zu verzichten. Die Verlässlichkeit gegenüber dem Mieter ist dabei ein wichtiges Kriterium.

Die Kosten und der Investitionsbedarf bleiben in der Wohnungswirtschaft weiterhin hoch. Zudem erwarten die Gesellschafter ausgeglichene Ergebnisse, die Mieter faire Preise, die vielen Auftragnehmer in der Region solide Zahlungsverhältnisse, die Mitarbeiter sichere Arbeitsplätze und die Nachwuchskräfte eine gute Ausbildung für die Zukunft. Nur mit Kraftanstrengungen wird es auch in Zukunft gelingen, die vielschichtigen Erwartungen der vielen Unternehmenspartner unter den demografischen und wirtschaftlichen Bedingungen zu erfüllen.