KWG Senftenberg mbH

30 Jahre KWG - Wie schnell die Zeit vergeht…

Gegründet wurde die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) als Nachfolger des früheren VEB Gebäudewirtschaft Senftenberg. Gesellschafter im Gründungsjahr waren insgesamt 24 Kommunen zwischen Großräschen und Ortrand. Heute zählen fünf Städte und Gemeinden zu den Gesellschaftern. Die Kreisstadt Senftenberg, dazu Großräschen, Schipkau, Schwarzheide und Ortrand.

Bild Seenluft: Bürohaus der KWG Senftenberg Hörlitzer Straße 34

Seit November 2000 bis heute arbeitet Roland Osiander als Geschäftsführer der KWG. Zum Jubiläum sagt er: „Am 23.01.1991 war die Geburtsstunde der KWG mbH Senftenberg. Seitdem sind 30 Jahre vergangen und wir können mit Recht behaupten, dass unser Unternehmen ein echter Gewinn für die Region ist. Mein ganz besonderer Dank geht an unsere Mieter, Geschäftspartner sowie an das Team der KWG & BMA für das entgegengebrachte Vertrauen und Engagement in den zurückliegenden Jahren.“

Mit der Gründung 1991 gab es viel zu tun und der Plattenbaubestand war an die neue Zeit anzupassen. Im Jahr 2000 balancierte die KWG zwischen Unstimmigkeiten der Eigentümer mit der damaligen Geschäftsführung, einem Leerstand von über 20 %, einem Schuldenberg von 160 Millionen Euro und sehr unzufriedenen Banken sowie der riesigen Problematik des massiven Wegzuges.

Eine Krise ist immer auch eine Chance. Diese tat sich mit einer neuen Geschäftsführung für das Unternehmen auf. Das Image der KWG war bei den Mietern angeschlagen und das verheerende Rating bei den Gläubigerbanken eine große Hürde. Es musste ganz schnell ein umsetzbares Sanierungskonzept her, um die Leerstandentwicklung, den Umsatzrückgang und die großen wirtschaftlichen Probleme angehen zu können. Für alle Beteiligten, vom Mitarbeiter bis zum Gesellschafter, galt es die KWG auf einen guten und sicheren Weg zu bringen.

Die KWG hat auf die Platte und deren Sanierung gesetzt, um für tausende von Mietern einen bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und soziale Sicherheit zu geben. Das ist ein Schatz, den die Beteiligungskommunen hüten sollten.

Der Plattenbau hat nur dort einen schlechten Ruf, wo die Bestandspflege unterbleibt. Die KWG investierte seit 1991 insgesamt 396 Millionen in ihren Bestand mit entsprechenden Krediten. Ab 2000 wurden in schwierigsten Zeiten davon 227 Millionen Euro ohne Kredite investiert, gleichzeitig wurden die Verbindlichkeiten von 2000 bis heute von 160 Millionen auf 30 Millionen Euro gesenkt, eine enorme Leistung.

Von 2002 bis heute wurden knapp 4.300 Wohnungen (108 Gebäuden) abgerissen. Eine der größten Herausforderungen in 30 Jahren Unternehmensgeschichte war und bleibt die nach wie vor rückläufige Einwohnerentwicklung. Damit bleibt der Stadtumbau ein gewaltiges Thema der kommenden Jahre und wird die KWG noch weiter alles abverlangen.

Die Bewältigung der kommenden Aufgaben der KWG, der Tochter BMA und des regionalen Wohnungsmarktes bedarf aufgrund der demografischen Problematiken, der Sterberate und des steigenden Leerstandes Beobachtung, Analyse und maßgeschneiderter Lösungen. Mit sachkundigem Handeln, dem Einsatz der Mitarbeiter und der Unterstützung der Kommunalpolitik auch in Form von Stadtumbaukonzepten wird es gelingen, die jeweils erforderlichen Maßnahmen und Strategien erfolgreich umzusetzen. Das Unternehmen wird sich so auch in weiterer Zukunft auf dem Mietermarkt gegen die Konkurrenz behaupten.“

Dienstleister für seine Mieter

Die KWG bietet Wohnraum für viele Ansprüche. Vom gehobenen Standard mit individuellen Zuschnitten über das Zuhause für Familien oder Senioren bis hin zum kleinen Geldbeutel und Wohnungen für Studenten und Azubis. Kompetente Ansprechpartner finden unsere Mieter in der Hörlitzer Straße 34 in Senftenberg und in den vier Servicebüros. Aktuell Corona geschuldet vor allem am Telefon und mittels E-Mail-Verkehr.

Ende 2020 bewirtschafteten wir 7.121 Wohnungen und 130 Gewerbeeinheiten, außerdem Garagen, Stellplätze und Gärten. Die Mietpreise der KWG liegen zwischen 3,50 €/m² und 7 €/m², mit im Durchschnitt 4,76 €/m² unter dem Landesdurchschnitt in Brandenburg.

Ein attraktives Wohnumfeld, das heißt, gepflegte Außenanlagen, Spielplätze aber auch die Farbgestaltungen der Gebäude und die von der KWG unterstützten Mieterfeste sorgen für ein angenehmes Zuhause und Heimat. Unsere modernen und innovativen Fassadengestaltungen erhielten mehrfach den Brillux Design Award unter anderem im Jahr 2019 für die Fischreiherstraße 1-13 in Senftenberg.

Die KWG reagiert massiv auf den demografischen Wandel - also eine immer älter werdende Bevölkerung. Mieter sollen auch im höheren Alter im gewohnten Umfeld wohnen können, daher wurden bislang 26 Aufzugsanlagen nachträglich eingebaut. Bestehende Wohnungen werden, wenn möglich, an die Bedürfnisse der älteren Menschen angepasst. 1.086 der 7.121 Wohnungen sind für ältere und behinderte Mieter geeignet. Damit liegt der Anteil mit 15,3 % über dem Vergleichswert des BBU von 13,5 % bezogen auf den Brandenburger Wohnungsmarkt (Stand 2019). Zudem liegen rund 1.500 Wohnungen im Erdgeschoss und sind im erweiterten Sinn altersfreundlich.

Energieeinsparpotenziale und Kostensenkung

Dem nationalen und globalen Klimaschutz verpflichtend sind die nachhaltige Bewirtschaftung von Wohnungen und die energetische Sanierung des Gebäudebestandes ein zentrales Thema der KWG. Mit einer Vielzahl an energieeffizienten Maßnahmen setzt die Gesellschaft hohe Ziele zum sparsamen Umgang mit Energie um. Von besonderer Bedeutung sind die Anlagentechnik und die Gebäudehülle mit Dämmung, Fenstern und Außentüren.

Bereits bei den derzeit laufenden und selbstverständlich auch bei den künftigen Baumaßnahmen achten wir besonders auf die Einhaltung der gesetzlich geforderten energetischen Parameter. Sämtliche Sanierungsmaßnahmen und -produkte wie Dämmstoffe und ihre Dicken erfüllen diese Parameter oder gehen bereits heute über sie hinaus. Auch für die Zukunft sind große Anstrengungen erforderlich, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Wir sind aber gut aufgestellt, diese Anforderungen zu meistern.

Der Verbrauch unserer Objekte in Senftenberg hat sich im Zeitraum von 1994 bis 2019 auf 41,0 % des Ursprungswertes reduziert. Rund ein Viertel (24 %) der Energieeinsparung gehen auf energetische Sanierungsmaßnahmen zurück. Die verbleibenden 35 % entfallen auf die Verringerung des Wohnungsbestandes im Zuge des Stadtumbaus, z. B. in Senftenberg. Das geänderte Nutzerverhalten ist in den Verbrauchseinsparungen enthalten.

Die dafür erforderlichen Investitionen machen sich angesichts steigender Energiekosten relativ schnell bezahlt. Dies ist vor allem der Fall, wenn ohnehin notwendige Modernisierungsarbeiten mit Maßnahmen zur Energieeinsparung kombiniert werden.

Kontinuierliche Investitionen

Die KWG übernimmt als Vermieter auch Verantwortung in der Region und für die Einwohner. In den kommenden 10 Jahren werden es voraussichtlich weitere 138 Mio. € sein. Das sichert Arbeitsplätze in den beauftragten Unternehmen und in Partnerfirmen vor Ort.

Unter dem Motto „Fit für die Zukunft” bekamen wir zum Thema generationsübergreifendes Wohnen den Deutschen Bauherrenpreis sowie im Jahr 2019 das Qualitätssiegel „Gewohnt gut” für das Hochhaus in der Senftenberger Fischreiherstraße 15 - 19.

Attraktiver Arbeitgeber

Als Arbeitgeber beschäftigen die KWG und BMA 67 Mitarbeiter und 10 Azubis. Der Havariedienst der BMA ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar.

Ausgezeichnet wurde die KWG bereits zweimal als familienfreundliches Unternehmen. Wesentliche Grundlagen für die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind Gleit- und Teilzeitmodelle, Heim-Arbeitsplätze oder Kita-Zuschüsse. Das Gesundheitsmanagement bspw. mit Gesundheitskursen und der Kooperation mit den Krankenkassen sei hier auch erwähnt.

Soziale Verantwortung

Im Rahmen unserer Initiative „Kommunikation und Nachbarschaft” beteiligten wir uns am vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. ausgelobten „BBU-Zukunftsaward”.

Verantwortung für die Region - das heißt auch: Unterstützung für gemeinnützige Einrichtungen. Beispiele dafür sind zahlreiche Spenden an Sport- oder soziale Vereine und die Mitgliedschaft in Fördervereinen bspw. der neuen Bühne Senftenberg, der Kreisverkehrswacht oder des Kinderschutzbundes. Dazu kommen Kooperationen u. a. mit dem Fröbel e.V. und die Unterstützung weiterer Partner wie dem Senftenberger Tierpark.

Das alles sind gute Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Unternehmensgeschichte