KWG Senftenberg mbH

Senioren gut aufgehoben bei der KWG

Die neue Kreisseniorenbeauftragte, Bärbel Kratzer, besuchte die Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG), um sich über die Wohnsituation älterer Menschen zu informieren. Sie wurde durch den Geschäftsführer der KWG, Roland Osiander, begrüßt.

 

 

Foto KWG: von links Roland Osiander, Geschäftsführer der KWG; Bärbel Kratzer, Kreisseniorenbeauftragte

Die KWG hat frühzeitig auf den demografischen Wandel in unserer Region reagiert. Ständig passen wir unsere bestehenden Wohnungen, da wo möglich und refinanzierbar, an die Bedürfnisse älterer Menschen an. Diese Wohnungen werden vollständig hergerichtet, Haltegriffe eingebaut, geeignete Sanitärausstattungen installiert, bei Bedarf von Wanne auf Dusche umgerüstet, evtl. Grundrisse verändert, Barrierefreiheit geschaffen und ggf. Aufzugsanlagen nachgerüstet.

Die renovierten Treppenhäuser und Eingangsbereiche geben dem Innenleben ein freundliches Aussehen. Das Sicherheitsbedürfnis hat für unsere betagten Mieter einen besonders hohen Stellenwert, welcher durch den Einbau neuer Haustür- und Briefkastenanlagen gewährleistet wird. Die Sanierung der Gemeinschaftsbalkone fand bei den Bewohnern großen Anklang, da diese wichtige Treffpunkte und Kommunikationszentren für unsere Mieter sind.

Für die speziellen Bedürfnisse der Mieter bestehen langjährige Kooperationsbeziehungen z. B. mit dem Ortsverein Senftenberg der Arbeiterwohlfahrt Brandenburg Süd e. V., der Volkssolidarität Süd-Brandenburg, dem Deutschen Roten Kreuz, der Caritas, den Johannitern, den Seniorenbeiräten der Kommunen und Landkreis OSL, dem Pflegestützpunkt des Landkreises und dem Hospizdienst Oberspreewald-Lausitz. Je nach Bedarf können die Senioren von z. B. Essen auf Rädern bis zum Hausnotruf eine Vielzahl an Dienstleistungen nutzen. Ein von allen geschätzter Service für unsere Mieter ist der Hauswartservice sowie die Pflege der Flure, Treppenhäuser und Eingangsbereiche durch eine Reinigungsfirma.

Das durchschnittliche Alter unserer Mieter beträgt zum Stichtag 31.12.2017 54,8 Jahre (2016: 54,3 Jahre / 2015: 54,2 Jahre / 2014: 54,0 Jahre) und nimmt kontinuierlich zu. Oberste Priorität hat, möglichst lange in der gewohnten Wohnung zu bleiben. Um diesem Wunsch zu entsprechen, stehen Investitionen im Vordergrund, die selbst organisiertes, bezahlbares und altersgerechtes Mieten bei uns ermöglichen. Wenn darstellbar, bauen wir Barrieren ab und gestalten die Wohnungen gerade auch für ältere Mitbürger attraktiv. Die sukzessive Ergänzung mit Aufzügen und schwellenlose Wohnungen halten wir für die Vermarktung in der Zukunft für bedeutend.

2000 waren von 11.759 Wohnungen 789 besonders für Ältere und Behinderte geeignet, am 31. Dezember 2017 sind es 1.082 von den verbliebenen 7.424 Wohnungen. Zusätzlich liegen 1.533 Wohnungen im Erdgeschoss und sind damit im erweiterten Sinn altersfreundlich.

Mit 14,6 % an altersgerechten und altersfreundlichen Wohnungen und der Tendenz 20 % bis 2030 liegt der KWG-Anteil über dem veröffentlichten Vergleichswert des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) von etwa 12,2 % für den Brandenburger Wohnungsmarkt (Stand 2016).

Die Forderungen der DIN 18040-2, die die Anforderungen an Wohnraum für behinderte Menschen beschreibt, können auf Grund unseres vorhandenen Gebäudebestandes nicht immer erfüllt werden.

Um die Wohnung leichter erreichen zu können, haben wir bislang 24 Aufzugsanlagen nachträglich eingebaut. Allein 2017 rüsteten wir 40 Wohnungen mit einem Aufzug nach. Ein gutes Beispiel aus dem aktuellen Baugeschehen in diesem Jahr ist die Sanierung des Mehrfamilienwohnhauses in der Schulstraße 34 - 40 in Senftenberg mit dem Einbau von zwei Aufzugsanlagen. Weitere Investitionen in den altersgerechten Wohnungsbestand erfolgen in Großräschen in der Karl-Marx-Straße 5 und in Schwarzheide in der Straße des Friedens 12.

Als Resümee konnte festgestellt werden, dass die KWG im Rahmen ihrer Möglichkeiten viele Voraussetzungen geschaffen hat, dass Senioren, auch wenn sie körperliche Einschränkungen haben, in ihrer Wohnung selbständig leben können. Sowohl die Barrierefreiheit als auch die Inanspruchnahme der angebotenen Dienstleistungen unterstützen sie dabei. Seniorenbeirat und Geschäftsführung der KWG werden sich zukünftig häufiger zu Informationsgesprächen treffen und gemeinsam die Senioren über Angebote und deren Nutzung informieren.