Aufsichtsrat beschließt Budget der KWG mbH Senftenberg für 2022 / 2023

Der Aufsichtsrat der Kommunalen Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (KWG) beschloss in seiner Sitzung am 01.12.2021 den Unternehmensplan für 2022/23.

Die KWG hat aktuell 7.072 Wohnungen (Stand 30.11.21), unterteilt in:

  • Standardwohnungen (Platte, Block, Ziegel, 2 – 5 Etagen),
  • Wohnungen gehobenen Standards (kleinteilige, neuere und sanierte Objekte),
  • Wohnungen für den „kleinen Geldbeutel“ (teil-/unsanierte Objekte, 4./5. Etage),
  • alters-/behindertengerechte und altersfreundliche Wohnungen (über Aufzug, Erdgeschoss),
  • Wohnungen für Studenten/Azubis,
  • möblierte Wohnungen, Gewerberäume sowie Stellplätze, Garagen und Gärten.

Damit wird das Unternehmen den satzungsmäßigen Aufgaben mehr als gerecht.

Die nachhaltigen Unternehmensumfeldbedingungen zeigen sich wenig verändert und flossen in die Investitionsplanung ein.

Die KWG hat in den letzten Jahren vermehrt in den Stadtumbau und das Fortbestehen des intakten Wohnungsmarktes investiert, die Mieten stabil gehalten und die Leerstandskosten begrenzen können. Damit das so bleibt, realisieren wir auch künftig notwendige und nachhaltige Sanierungsmaßnahmen, um das Wohnungsangebot weiter zu verbessern.

Für 2022 stehen dazu ca. 14,2 Mio. Euro und 2023 ca. 14,0 Mio. Euro für Instandhaltung und Modernisierung unserer Wohnungen und Gewerbeflächen sowie für den Stadtumbau mit Rückbau zur Verfügung.

Investitionen in Senftenberg:

Neben der laufenden Instandhaltung/-setzung und der Wohnungsherrichtung für Neuvermietungen beginnen wir im kommenden Jahr unter anderem die umfangreiche Modernisierung der Johannes-R.-Becher-Straße 7 – 11, die im Zuge des neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) aus der Abrissplanung entfiel. Entsprechend groß ist der Investitionsrückstau am Gebäude infolge der langjährigen Desinvestitionsstrategie wegen geplantem Abriss.

Einen weiteren Schwerpunkt werden wir in den kommenden zwei Jahren wieder auf das Wohngebiet Laugk-/Rathenaustraße legen. Ziel ist es, bis 2023 die Sanierungen der Gebäudehüllen im Quartier abzuschließen. Zusätzlich planen wir 2022 Sanierungs- und Umbauarbeiten im Dienstleistungstrakt Seeadlerstraße, um vorhandene Gewerbemietinteressenten zu binden und bestehenden Gewerbemietverhältnissen weiterhin gerecht zu bleiben.

Investitionen in Großräschen:

Neben der laufenden Instandhaltung/-setzung und der Wohnungsherrichtung für Neuvermietungen schließen wir im kommenden Jahr die Sanierungsarbeiten der Gebäudehüllen (Dach, Fassade, Vordächer, Treppen) in der „GEWOBA“ ab. Zusätzlich werden Elektroanlagen und Steigestränge neu installiert, Hausanschlussstationen erneuert, Balkone angebaut und Fugen saniert.

Die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen (inkl. Grundrissveränderungen) für den altenfreundlichen Wohnblock Karl-Marx-Straße 7 haben wir mit rund 4,0 Mio. Euro in den Jahren 2023/2024 vorgesehen.

Investitionen in Schipkau:

Neben der laufenden Instandhaltung und der Wohnungsherrichtung für Neuvermietungen erneuern wir die Sanitär- und Heizungsanlage in der Leninstraße 19 – 27 und setzen Elektroanlagen in den Wohnungen instand. Außerdem werden 2023 die Dächer in der Leninstraße 29 – 37 und Rosa-Luxemburg-Straße 1 – 7 erneuert und Balkone für die Ein-Raum-Wohnungen in der Gerhart-Hauptmann-Straße 2 – 8 nachgerüstet.

Investitionen in Schwarzheide:

Für das nächste Jahr plant die KWG Investitionen in Höhe von rund 1,0 Mio. Euro in ihren Wohnungsbestand in Schwarzheide. Neben der laufenden Instandhaltung und der Wohnungsherrichtung für Neuvermietungen erneuern wir Hausanschlussstationen, setzen Elektroanlagen in den Wohnungen instand, renovieren Treppenhäuser, bauen Brandschutztüren ein und planen Grundrissänderungen.

Investitionen in Ortrand:

Neben der laufenden Instandhaltung und der Wohnungsherrichtung für Neuvermietungen planen wir in den zwei Jahren die Fassaden- und Balkonsanierung sowie zusätzliche Balkonanbauten an der Ponickauer Straße 14 – 18 und der Grenzstraße 7 – 11.

Abrissplanung:

In Anbetracht der bisherigen Bevölkerungsentwicklung und den gegenwärtigen Aussichten gehen wir von weiteren Leerstandssteigerungen aus, wenn auch nicht mehr so gravierend wie bisher.

Im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung und den sich verändernden Wohnungsmarkt gehen wir von weiteren Leerstandssteigerungen in Großräschen aus. 2022 ist der Rückbau der Gebäude in der Wilhelm-Pieck-Straße 35 – 43 und Straße 45 – 53 eingeplant. In Großräschen sind genügend freie Wohnungen vorhanden.

Rückbauten sind ein wichtiger Bestandteil des Stadtumbaus und müssen im Zusammenhang verstanden werden. Der gesamte Strukturwandel mit Arbeitsmarkt und Demografie ist langwierig, vollzieht sich über Generationen/Jahrzehnte und spiegelt sich in den einzelnen Stadtumbaukonzepten wieder. Alle künftigen Einflussfaktoren und ihre Wirkung sowie die allgemeine weitere Entwicklung lassen sich aus heutiger Sicht nicht abschließend erfassen und werden uns voraussichtlich weit über das Jahr 2030 begleiten.

Für das notwendige Vertriebs-, Umzugs- und Bestandsmanagement sowie die Wohnumfeldmaßnahmen wurden genügend Mittel eingeplant. Für Wohnungssuchende sind ausreichend freie KWG-Wohnungen vorhanden.

Die KWG reagierte frühzeitig auf den demografischen Wandel in unserer Region. Die Einwohner und damit verbunden auch die Mieter werden älter. Trotz des Alters wollen die Menschen solange wie möglich selbstbestimmt in ihrer eigenen Wohnung leben. Damit das möglich ist und auch gut funktioniert, investiert die Wohnungsgesellschaft umfangreich in den Bestand an altersfreundliche Wohnungen. Um die Wohnung auch für ältere Bewohner leichter erreichen zu können, wurden bisher 26 Aufzugsanlagen nachträglich eingebaut.

Unsere Mieter waren Ende 2020 durchschnittlich 55,6 Jahre (2019: 55,1 Jahre/ 2018: 54,8 Jahre / 2017: 54,8 Jahre alt.

Von den aktuell 7.072 Wohnungen in Senftenberg, Großräschen, Schipkau, Schwarzheide und Ortrand sind 1.080 altersfreundliche bzw. behindertengerechte Wohnungen. Damit liegt der Anteil mit 15,3 % über dem Vergleichswert des BBU von etwa 14 % bezogen auf den Brandenburger Wohnungsmarkt (Stand 2020). Zusätzlich liegen etwa 1.450 Wohnungen im Erdgeschoss. Damit sind insgesamt 2.530 Wohnungen relativ leicht erreichbar.

Wir sind durch konsequentes wirtschaftliches Handeln in der Lage, uns selbst zu finanzieren und werden uns auch in den folgenden Jahren den Herausforderungen des Marktes und des Stadtumbaus stellen können.

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